Familienkrisendienst

Der Familienkrisendienst ist ein ambulantes, auf kurze Zeiträume angelegtes intensives Beratungs- und Begleitungsangebot an (Teil-) Familien. Die Maßnahme findet im sozialen Umfeld der (Teil-)Familie statt. Es wird besonders qualifiziertes und erfahrenes pädagogisches Fachpersonal vorgehalten. Mit Fortbildungen im Triple P, Familienarbeit im ambulanten Setting, Arbeit in Krisen und systemischen Methoden der pädagogischen Arbeit wurden die MitarbeiterInnen für dieses Segment zusätzlich zu ihren Erfahrungen in den Feldern der Kinder-, Jugend- und Elternarbeit ausgebildet. Darüber hinaus sind noch ergänzende Dienste in Form von Einzelsupervision und ‑beratung vorgesehen. Bei den betroffenen Familien stehen folgende Problemkonstellationen im Vordergrund: Es besteht eine Gefahr für das Auseinanderbrechen der Familie (Fremdplatzierung ist angezeigt). Gewalt ist eine dominante Verständigungsform innerhalb der Familie. Wegen einer vorübergehenden Notlage sind die betreuenden Elternteile nicht in der Lage die Betreuung und Versorgung sicherzustellen. Eine Rückführung einzelner Familienmitglieder in den Familienverbund nach einer Fremdplatzierung ist indiziert. Der Einsatz des Familienkrisendienstes dient der Stärkung und Stabilisierung der Familie. Er soll eine  eine akute Gefährdung des Familiensystems aufheben. Durch die Maßnahme soll die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in einer Notaufnahmeeinrichtung (stationär / Übergangspflegestelle) sowie die Unterbringung in einer vollstationären Einrichtung der Erziehungshilfe (Fremdplatzierung) vermieden werden. Durch unmittelbare sozialpädagogische Intervention und durch alltagspraktische Unterstützung sollen Bedingungen für die Kinder und Jugendlichen geschaffen werden, die entwicklungsförderlich sind und das Wohl des Kindes und des Jugendlichen nicht gefährdet erscheinen lassen.
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